nächste Termine

05.05.2017 - SFD 2 - Höhenkirchen 2
05.05.2017 - Bayern 5 - SFD 1
05.05.2017 - SFD 3 - Garching 8
12.05.2017 - Schnell VM 2
19.05.2017 - Pokal
26.05.2017 - Trainingsabend
02.06.2017 - Blitz VM 3
09.06.2017 - Pokal
16.06.2017 - Pokal
23.06.2017 - Pokal
30.06.2017 - Oberlandquartett
07.07.2017 - Schnell VM 3
14.07.2017 - Trainingsabend
21.07.2017 - Pokal
28.07.2017 - Pokal
04.08.2017 - Blitz VM 4
11.08.2017 - freies Spiel
18.08.2017 - Pokal
25.08.2017 - Pokal
01.09.2017 - Schnell VM 4

Schachfreunde Deisenhofen

Dank eines ordentlichen Ergebnisses hat auch die Erste ihre Aufstiegsschancen gewahrt. Allerdings bestehen noch einige Unklarheiten, die die Prognose für ein Mindest-Ergebnis in der letzten Runde gegen den aktuellen Tabellenführer Bayern 5 erschwert: erst am Sonntag steht fest, wie viele Münchner Mannschaften aus den bayerischen Ligen absteigen und somit, ob nur der beste, oder beide Zweitplatzierten der A-Klassen aufsteigen. Schafft zudem Bayern 4 den Klassenerhalt in der Bezirksliga, darf Bayern 5 nicht aufsteigen. Genauso darf Garching 5 (andere A-Klasse) nicht aufsteigen. Wenn der Quervergleich zwischen beiden Ligen angewandt werden muss, dann wird bei der betreffenden Mannschaft der A-Klasse 1 das Ergebnis gegen den Letztplatzierten nicht berücksichtigt, da unsere A-Klasse 2 ja nur aus sieben Mannschaften besteht.

Jetzt aber zum Geschehen im Gemeindehaus, das aufgrund der schwierigen Parkplatzsituation wegen des Afghanistantags erst um 19:45 beginnen konnte. Roland hatte dabei nichts zu tun, da aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls kein Gegner für ihn gekommen war. Der Kampf entwickelte sich währenddessen gemäß der Papierform eher zu Gunsten unserer Gegner. Ecki musste dann aufgeben, als sein Springer in der Brettmitte gefangen wurde. Fabian hatte es mit einem erfahrenen finnischen Fide-Meister zu tun, lieferte eine gute Partie ab, sodass das Gleichgewicht nie gefährdet war und die Partie Remis endete. Matthias opferte in der Eröffnung einen Bauern, übersah dann aber, dass sein Gegner den Damentausch erzwingen konnte. Danach schwand die Kompensation natürlich schnell, sodass die Niederlage nicht zu vermeiden war. Helmuts Gegner war von der Stellung wohl etwas überfordert und spielte zu aktiv, sodass Helmut ihn problemlos auskontern und ausgleichen konnte.

Leider musste Uli dann seine Partie aufgeben, nachdem er schon in der Eröffnung eine positionelle Schwächung hinnehmen musste und es so die ganze Partie über schwer hatte. Patrick erreichte früh ein Schwerfigurenendspiel, in dem nur sein Gegner auf Gewinn spielte, sodass man hier mit dem Remis durchaus zufrieden sein kann. So waren alle Augen auf Haralds Brett gerichtet, der seinen Gegner schon früh überspielte, sodass dieser bereits im 20. Zug die Qualität opferte. Die folgendene Technik verlief nicht ohne Ungenauigkeiten, aber auch der Allianzler verteidigte sich nicht perfekt, sodass Harald schließlich die folgende Stellung erreichte: Harald=Schwarz: Ke3, Tc4, h6; Weiß (am Zug): Kh2, Lg6, h5. Die Endspieldatenbank gibt hier Matt in (höchstens) 46 Zügen wichtiger ist jedoch der Plan: den weißen König auf die erste Reihe drängen und dann mittels Zugzwang den weißen Bauern oder Läufer gewinnen. Dessen war Harald sich bewusst, sodass nach rund 4,5 Stunden Spielzeit der Sieg und das 4-4 sicher war.

 

... doch der Zweite folgt sogleich! Für die zweite Mannschaft ging es zur vierten Mannschaft des Roten Turms, den gut punktenden Aufsteiger und Mitfavorit um den (erneuten) Aufstieg. Da wir nahezu in Bestbesetzung antraten hatten wir an fast jedem Brett ein DWZ-Plus von 100 oder mehr, was sich zunächst aber nicht auf den Brettern widerspiegelte.

Nach 18 Zügen und keiner halben Stunde war jedoch schon der erste volle Punkt zu verbuchen: Julian's Gegner verpasste in der Eröffnung die notwendigen Hebel, als er es dann doch versuchte war Julian schon zum Angriff bereit und konnte eine undeckbare Mattdrohung aufstellen. Etwas kurios verlief der Partiebeginn bei Michael, da sein Gegner in der Eröffnung aufgrund eines klassischen Motivs einen Bauern einstellte, obwohl er drei Züge vorher gesehen hatte, dass der analoge Zug für Michael eben wegen dieses Motivs nicht funktioniert ... nachdem Michael dann auch noch eine Qualität gewann gab sein Kontrahent auf. Als nächster beendete Michel seine Partie mit einem Remis, nachdem ein ungefähr ausgeglichenes Endspiel mit je sieben Bauern und Läufer gegen Springer erreicht wurde. Thomas und Winfried hatten zwischendurch interessante bzw. eher unklare Stellungen, konnten schließlich aber ihren Spielstärkevorteil zum vollen Punkt ummünzen, sodass der Sieg bereits nach fünf Ergebnissen gesichert war.

Friedl führte die weißen Steine und hätte beinahe das am letzten Freitag gelernte anwenden können - vielleicht lag es daran, das im Training Schwarz gewann ... so oder so war es eine spannende Partie, in der er mit geschickterer Figurenaufstellung wohl einen starken Angriff bekommen hätte können. In der Partie errang er zwar eine Qualität, sein Gegner hatte dafür aber gefährliche Bauern, sodass Friedl mit der Remisvereinbarung zufrieden sein kann. Tom konnte erst seine Türme auf der siebten Reihe verdoppeln, dann ausnutzen, dass sein Gegner auf Gewinn und somit unsolide spielen musste, und schließlich mit einem kleinen Damenopfer die Aufgabe erzwingen. Nur Franz erwischte einen richtig schlechten Tag, sodass er immer mal wieder unnötig einen Bauern verlor und sich schließlich in einem Endspiel mit Turm+Läufer+2 Bauern gegen Turm+Springer+5 Bauern wiederfand. Sein Gegner machte dann sogar noch einen illegalen Zug (und musste dann erst vom Schiedsrichter aufgeklärt werden, dass dieser nicht verliert), einen zweiten leistete er sich aber nicht (der hätte dann verloren). Insgesamt also ein 6-2-Sieg, sodass im letzten Spiel auf jeden Fall ein 4-4, vielleicht sogar weniger, zum Gruppensieg und Aufstieg genügt.

 
 

Für alle drei Mannschaften geht es dieses Woche um wichtige Punkte im Aufstiegsrennen, teils aufgrund des Duells mit dem direkten Konkurrenten, teils, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Den Auftakt machte dabei die dritte Mannschaft mit ihrem Gastspiel bei der dritten Vertretung des SC Ismaning, das sich zunächst zu einem sehr spannenden Kampf entwickelte. Zudem hatten sich drei Deisenhofener und zwei Ismaninger eingefunden, um dem Vorentscheid um Platz 1 beizuwohnen.

Etwas kurios war Walters Partie. Er führte die weißen Figuren, eröffnete jedoch mit d6 nebst Sf6 - erst nach knapp einer halben Stunde bemerkte ein Deisenhofener Kiebitz, dass das Brett falsch lag. Der Schiedsrichter sah erstaunlicherweise keinen Grund, daran etwas zu ändern - gemäß Artikel 7.2 b) der Fide-Regeln wird in diesem Fall jedoch die aktuelle Stellung auf ein korrekt liegendes Brett übertragen. Kurz danach verlor Walter eine Figur und konnte nur noch auf Schwindelchancen dank seines Springers hoffen. Tatsächlich übersah sein Gegner eine Springergabel auf die Türme und wenig später auch noch ein Grundreihenmatt. Erich gewann in der Eröffnung einen Bauern und konnte dann mit den verbliebenen fünf Figuren angreifen. Als sein Gegner dann die Geduld verlor und statt dem notwendigen Sf3-g1 mit den Worten "Mir reicht's jetzt" den Damentausch anbot, fiel dessen Königstellung komplett auseinander, sodass das schnelle Matt die logische Konsequenz war. Berats Gegner opferte kurz nach bzw. in der Eröffnung wohl inkorrekt eine Figur für Angriff und spielte dann noch etwas unpräzise, sodass Berat seinem Kontrahenten erst das Rochaderecht nehmen konnte und dann selber Matt setzen durfte.

Bei Edi war aufgrund ungleichfarbiger Läufer und sehr vieler Bauern nicht klar, ob die beiden Mehr-(und Frei-!)bauern zum Sieg reichen. Sein Gegner verteidigte sich jedoch nicht so gut, sodass letztendlich doch ein Bauer zur Dame wurde. Nachdem Martins Anzugsvorteil verpufft und der Kampf schon entschieden war bot sein Gegner in für ihn leicht besserer Stellung Remis, was Martin gerne annahm. Nicolas spielte einen spannende Partie, stellte seinen Mehrbauern wieder ein und erreichte ein Endspiel Dame+Läufer+3 Bauern vs. 2 Türme+Läufer(gleichfarbig)+3 Bauern. Dieses schätzt der Computer Remis ein, was praktisch aber nicht so leicht nachzuweisen war. Nach einigen Unkonzentriertheiten musste er dann schließlich seine Partie aufgeben, sodass die Dritte mit diesem 4,5-1,5-Sieg den Vorsprung auf Ismaning auf 2 Mannschaftspunkte und 4,5 Brettpunkte ausgebaut hat. Auch Zugzwang 6, die momentan 4 MP und 8 BP entfernt sind, sollte den Aufstieg nicht mehr gefährden.

 
 

In diesem Jahr verbrachten Harald und Michael die Ostertage in Karlsruhe. Bei der dort stattfinden zweiten Auflage des Grenke Chess Opens fanden sich sage und schreibe 1203 Schachspieler in zwei Hallen des Kongresszentrums ein, um in drei verschiedenen Turnieren über 9 Runden von Gründonnerstag Abend bis Ostermontag um Punkte zu kämpfen. Die beiden Deisenhofener traten im B-Open (bis 2000 ELO) an. Zusätzliches Zuckerl war das zeitgleich beginnende Grenke Chess Classic, bei dem u.a. Weltmeister Magnus Carlsen, die stärkste Frau der Welt Hou Yifan, Fabiano Caruana und Levon Aronian mitspielen. Es fand auf der Bühne der größeren Halle statt, sodass alle Spieler Gelegenheit hatten, einige Topstars unseres Sports live zu beobachten.

Für Michael war es das erste Turnier von diesem anstrengenden Format. Nach dem "Pflichtsieg" zum Auftakt, der einzigen Partie, in der er Favorit war, konnte er gleich einen weiteren verdienten Sieg einfahren. Danach gab es zwei Niederlagen gegen 1800er, die sich in der Eröffnung besser auskannten, während die Eröffnung in den drei folgenden Runden ein wildes Hauen und Stechen war. Dabei sprangen zwei Siege gegen einen 1500er und einen 1800er sowie dank Patttrick im Turmendspiel ein Remis gegen einen 1900er heraus. Dank dieser guten Leistung war das vermasseln der Partien am letzten Turniertag einigermaßen erträglich, denn mit diesen 4,5/9 erreichte Michael Platz 166 von 388 Teilnehmern und gewann ganze 72 DWZ.

Harald startete mit zwei problemlosen Siegen gegen deutlich schwächere Gegner und durfte in Runde 3 an Brett 1 ran. Sein dortiger Gegner war zwar die Nummer 1 der Setzliste, hatte aufgrund einer hohen Elo-DWZ-Differenz nur 80 DWZ mehr als Harald. Da dieser unbedingt gewinnen wollte, dabei aber seine Figuren schlecht postierte konnte, Harald auch diese Partie gewinnen. Mit der nötigen Portion Glück gab es dann auch in den beiden folgenden Runden Siege, sodass Harald nach fünf Runden völlig überraschend mit drei anderen Spielern und 5/5 das Feld anführte. Danach erkämpfte er sich zwei weitere Remisen, während bei den beiden Punkteteilungen am Schlusstag wohl noch etwas mehr dringewesen wäre. So landete Harald mit 7/9 einen halben Punkt hinter Platz 1 auf Platz 8 und darf sich über ein ähnlich hohes DWZ-Plus wie Michael freuen.

 
 

Dieses Jahr nahmen fünf Jungs an unserem Jugend-Opten teil, einer pro Altersklasse (außer U16) - jetzt also der Reihe nach, beginnend beim Jüngsten: Niklas, der erst zwei Mal beim Jugendtraining war, spielte sein erstes Turnier, gewann dabei drei Partien und erreichte verdient Platz 21 von 36. Raffael spielte vor allem in den Verlustpartien zu schnell, zeigte aber großen Kampfgeist und gewann vier Spiele, dabei unter anderem ein Endspiel Dame+Läufer gegen Dame+Turm. Sebastian gewann erwartungsgemäß drei Partien, aufgrund der Niederlage in Runde 5 musste dafür allerdings das Freilos helfen. Andy hatte erwartungsgemäß einen schweren Stand, konnte in den vier Partien gegen schlagbare Gegner immerhin einen Sieg verbuchen. Auch er hatte eine Runde spielfrei und erreichte somit 2 Punkte. Michael schlug die Nummer 1 der Setzliste, stürzte sonst jedoch keine Favoriten und erreichte so Platz 4 von 7.

 
 

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