Schachfreunde Deisenhofen

Im Mai starten wir eine dritte Serie gemeinsamer Turniere mit dem TV Tegernsee. Der Plan ist wiefolgt:

  • 07. Mai: Arenaturnier mit 3 min + 2 sek/Zug
  • 14. Mai: 5 Runden Schweizer System mit 10 min + 5 sek/Zug
  • 21. Mai: Arenaturnier mit 3 min + 2 sek/Zug
  • 28. Mai: 5 Runden Schweizer System mit 10 min + 5 sek/Zug

Beginn jeweils um 19:10.

Es bleibt zu hoffen, dass wir uns ab Juni dann wieder im Gemeindehaus treffen können!

 

 

Während man im Februar noch hoffen konnte, dass unser Jugend-Open wieder in der Kyberghalle stattfinden kann, zeigte der März, dass dies nicht möglich ist. Daher schlossen wir uns mit vier anderen Veranstaltern der bayerischen Rapid-Turnieren zusammen und verlagerten die Rapid-Serie ins Internet. Alle Turniere werden auf Lichess ausgetragen; gespielt werden sieben Runden Schweizer System mit Bedenkzeit 10+3. Unser Turnier fand dann nicht am angestammten Termin (Palmsonntag), sondern am Sonntag nach Ostern statt.

Insgesamt nahmen 169 Kinder und Jugendliche teil, von denen viele aus anderen Teilen von Deutschland kommen und nicht in Bayern wohnen. Da augenscheinlich alle Teilnehmer fair spielten, war das Turnier ein großer Erfolg und wurde vor allem in den Altersklassen U16 und U18/U25 mit großer Spannung belohnt. Auch die Altersklassen U8 und U10 werden dieses Mal zusammen ausgetragen, was sich als eher unnötig herausgestellt hat - mit 65 Kindern war diese Gruppe mehr als groß genug! Zudem wurde das Turnier zusammen mit der DSJ auf Twitch begleitet (hier geht es zur Aufzeichnung) - Harald und Fritz Niemann waren dazu über drei Stunden live auf Sendung.

Hier geht es zu den Ergebnissen und allen Treppchen.

 
 

Auf der Suche nach neuen Formaten im Online-Schach verabredeten wir uns für letzten Freitag mit dem TV Tegernsee zu einem Vergleichskampf, der natürlich online stattfand. An sechs Brettern wurden dabei je zwei Partien Schnellschach gespielt. Während wir in der ersten Teamhälfte klar unterlegen waren und wie befürchtet wenig Punkte sammelten, konnten wir in der zweiten Hälfte ordentlich zurückschlagen und insgesamt ein 5-7 erreichen. Vielen Dank auch an die Unterstützung von Leo aus Holzkirchen!

Die Einzelergebnisse:

Brett SF Deisenhofen DWZ   TV Tegernsee DWZ Ergebnis
1 Koppen, Harald 1945 - Thiel, Fabian 2095 0,5 - 1,5
2 Schelle, Michael 1790 - Pölt, Christoph 2120 0 - 2
3 Paul, Franz Xaver 1812 - Lettl, Gerhard 1971 0 - 2
4 Leitner, Leonhard 1641 - Danninger, Jannik 1991 1 - 1
5 Gambietz, Winfried 1706 - Stoib, Marinus 1782 2 - 0
6 Hagenguth, Holger 1685 - Andrade, Ruben 1641 1,5 - 0,5
 
 

In der siebten Runde der DSOL stand das virtuelle Heimspiel gegen den Herforder SV an. Bereits vor dem Kampf stand fest, dass wir Siebter und Vorletzer, Herford Achter unserer Gruppe 5c werden. Trotzdem wurde natürlich an allen Brettern hochmotiviert gekämpft und es entstanden spannende Mittelspiele. Bei Winfried war dies nach zwei strategischen Fehlern aber ein Spiel auf (s)ein Tor, sodass er bald aufgeben musste. Franz' Gegner entschied sich für eine zweifelhafte Variante, sodass Franz zunächst Druck aufbauen konnte. Dann entschied er sich jedoch, mit seinem König im Zentrum zu bleiben, was seinem Kontrahenten die Möglichkeit zum Ausgleich bot. Allerdings verpasste er diesen, da er mit  15... Lg4-d7? fehlgriff (notwendig war c7-c6) und so folgende Stellung aufs Brett kam:

Mit welchem cleveren Manöver setzte Franz nach Lxd7+ Kxd7 Dxf7+ fort? Etwa zehn Züge nach der vorliegenden Stellung konnte Franz dann Matt setzen.

Michael entschied sich bei seiner ersten Weißpartie im Turnier für 1. a3, erhielt aber keine weitere Schwarzpartie, sondern nach 1... g6 2. d4 usw. eine königsindische Sturktur. Mit einem klugen Befreiungsschlag konnte er einen Bauern gewinnen, der bei beidseitigen Freibauern aber wenig wert war. Da sein Gegner die Stellung dann aber etwas misshandelte entschied Michaels Freibauer die Partie. Beidseitig unterirdisch lief Haralds Partie, da während einer Abwicklungsoperation ein Zwischen-Zwischenzug mit Matt 1 möglich war, den beide übersahen. Stattdessen gewann Harald einen Bauern, für den sein Gegner volle Kompensation und Angriff am Königsflügel hatte. Nach ungenauer Verteidigung geriet Harald dann auf die schiefe Bahn, nachdem sein Gegner dann aber einen Läufer einstellte war die Partie leicht gewonnen.

Insgesamt also ein 3-1-Sieg, der ohne das nötige Quäntchen Glück so nicht zustande gekommen wäre. Trotz Platz 7 kann man mit dem Ergebnis der ersten Saison in der DSOL durchaus zufrieden sein, da der Gruppensieger geschlagen wurde und zu ihm nur drei Brettpunkte fehlen (und vier Mannschaftspunkte). Zudem waren wir mit unserer Stammaufstellung Harald, Michael, Franz und Winfried gemäß DWZ-Schnitt ein Team der 6. Liga, nicht der 5. Liga. Bester Punktesammler war Michael mit 3,5/4, während Franz und Harald für das gleiche Ergebnis 6 bzw. 7 Partien benötigten.

 
 

In der sechsten Runde der DSOL traten wir zwar in der bisher stets siegreichen Aufstellung Harald, Michael, Franz und Winfried an, mussten aber hinterher froh sein, dass 0-4 vermieden zu haben. Grund dafür war einerseits der miserabler Abend bei Franz und Winfried, andererseits fehlende Energie bei Harald, der in einer komplexen Stellung doppelt fehlgriff und dann schnell geschlagen wurde. Auch bei Michael sah es zwischendurch nicht gut aus, da er nach guter Eröffnung eine strategisch falsche Entscheidung traf und fortan ein miserable Stellung verteidigen musste. Sein Gegner ließ zwar einen Figurengewinn aus, erreichte aber ein klar vorteilhaftes Endspiel mit Mehrbauer, sodass nach 30. Td6 die folgende Stellung auf's Brett kam:

Michael entschied sich hier für Sxe5 - wie ist dieser Zug zu bewerten? Letztlich wurde dem Weißen auch die knappe Zeit zur Verhängnis, sodass Michael die Stellung souverän gewann und das Ergebnis auf 1-3 korrigierte.

 
 

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